Risikofaktor Übergewicht: Gesundheitliche Folgen für Hunde

Wie Sie Übergewicht vermeiden und gefährliche Krankheiten verhindern können

Jeder dritte Hund in Deutschland leidet an Übergewicht. Die Folgen sind erhebliche Gesundheitsrisiken und eine Einschränkung der Lebensqualität. Um die Gesundheit Ihres Hundes zu unterstützen, sollten Sie den Risiken von Übergewicht aktiv entgegenwirken.

Hund beim Tierarzt

Das sind die häufigsten Folgen und Risiken von Übergewicht bei Hunden: 

Verdauungsprobleme

Ist Ihr Hund übergewichtig, bewegt er sich weniger und es besteht das Risiko von Darmträgheit. Dadurch kann es zu Verstopfung, Blähungen und stark übelriechendem Kot kommen. Helfen Sie Ihrem Hund, indem Sie bei der Ernährung auf leicht verdauliche Nahrung achten. So kann Verdauungsbeschwerden entgegengewirkt werden.

Tipps:

  • Sorgen Sie für ausreichend Bewegung Ihres Hundes.
  • Stellen Sie die Ernährung nicht zu oft um, da der Körper Ihres Hundes bei einer Umstellung einige Zeit für die Gewöhnung benötigt.
  • Vermeiden Sie das Füttern zwischen den Mahlzeiten.
  • Füttern Sie Ihren Hund mit Nahrung, die leicht verdauliche Fasern enthält.
    Empfehlung: die Produkte der Royal Canin Size Health Nutrition Linie.

Schon gewusst?

Unverdauliche und verdauliche Fasern in der Nahrung helfen die Verdauung zu regulieren. Zellulosefasern, wie sie in Erbsen und Mais enthalten sind, gelten z. B. als unverdaulich. Sie regen als Ballaststoffe die Verdauung an und beugen so Verstopfungen vor. Verdauliche Fasern, die zu den Ballaststoffen gehören, dienen den Darmbakterien als Nahrung und sorgen für eine gesunde Darmflora.

Gelenkerkrankungen

Neben Alter und Größe Ihres Hundes ist Übergewicht der größte Risikofaktor für Gelenkerkrankungen. In der Folge leidet der Hund bei jeder Bewegung unter großen Schmerzen, sträubt sich gegen Spaziergänge und verbrennt dadurch weniger Kalorien. Das führt zu einer zusätzlichen Gewichtszunahme. 

  • Lassen Sie Ihren Hund in regelmäßigen Abständen beim Tierarzt auf Gelenkerkrankungen untersuchen.
  • Füttern Sie Ihren Hund mit Nahrung, die Fischöl enthält. Die darin enthaltenen Omega-Fettsäuren wirken gelenkschonend und beugen Beschwerden vor. 

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Übergewicht ist eine der Hauptursachen für Diabetes bei Hunden. Der Grund: Fettleibigkeit überfordert die Bauchspeicheldrüse, die für die Freisetzung von Verdauungs-Enzymen verantwortlich ist. 

Die häufigste Form der Diabetes-Erkrankung ist der so genannte Typ1. Durch die Überzuckerung des Blutes kann der Körper das wichtige Hormon Insulin nicht mehr produzieren. Langfristig schädigt das die Nerven und die Blutgefäße. Das führt zu einer Verschlechterung der Funktionen von Herz, Nieren und Augen und kann lebensgefährlich für Ihren Hund sein.

Tipps: 

  • Achten Sie stets auf eine ausgewogene Ernährung und sorgen Sie für ausreichend Bewegung.
  • Bei auffälligen Symptomen sollten Sie schnellstmöglich den Tierarzt aufsuchen.
  • Verwenden Sie im Krankheitsfall spezielle Diabetiker-Nahrung.

Die Symptome von Diabetes bei Hunden

  • Vermehrtes Trinken
  • Häufigen Harnabsatz
  • Übermäßiges Fressen
  • Abgeschlagenheit (Apathie)
  • Grauer Star = Linsentrübung am Auge
  • Anfangs häufig Übergewicht - im fortgeschrittenen Stadium Untergewicht

Fellveränderungen

Ob Ihr Hund gesund ist, erkennen Sie am Fell des Tieres. Bei übergewichtigen Hunden kommt  es häufiger zu Fell- und Hautproblemen als bei Artgenossen mit Idealgewicht. So können sich in den Fettfalten eines fettleibigen Tieres zum Beispiel Infektionen ansammeln, die den Hund gesundheitlich gefährden.

Tipp:

  • Achten Sie bei der Fütterung auf die essenziellen Fettsäuren Omega-3 und Omega-6. Diese sind unverzichtbar für ein gesundes Fell, können vom Hundekörper jedoch nicht selber hergestellt werden. Eine gute Quelle für Omega-Fettsäuren ist zum Beispiel Fisch.

Harnsteine

Harnsteine sind Kristalle in den Nieren, die sich schmerzhaft in den Harnwegen, dem Nierenbecken oder der Blase festsetzen. Ob Ihr Hund betroffen ist, erkennen Sie an der Häufigkeit des Urinierens. Dies geht meist mit großen Schmerzen einher. Häufig ist Blut im Urin zu erkennen. Werden die Steine nicht entfernt oder behandelt, kann es zu einem lebensbedrohlichen Nierenversagen kommen. 

Studien belegen, dass Hunde mit Übergewicht eher Harnsteine bekommen können als Hunde mit Idealgewicht. Beugen Sie eine Erkrankung durch gesunde Ernährung und viel Bewegung vor.

Tipps:

  • Sorgen Sie für viel Bewegung, damit der Körper ausreichend Kalorien verbrennen kann.
  • Bei auffälligen Symptomen sollten Sie schnellstmöglich den Tierarzt aufsuchen.
  • Verwenden Sie bei Befund von Harnsteinen ein speziell für dieses Problem entwickelte Nahrung, die Ihnen  Ihr Tierarzt empfiehlt.

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